Thüringen gehört nach einer Prognose in den nächsten Jahren zu den Bundesländern mit dem stärksten Bevölkerungsschwund. Die Zahl der Einwohner im Freistaat werde zwischen 2020 und 2040 um 230.000 sinken - ein Rückgang von 10,9 Prozent auf 1,89 Millionen. Das geht aus dem neuen «Wegweiser Kommunen» der Bertelsmann Stiftung mit einer Bevölkerungsvorausberechnung hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
«Der Trend ist also erheblich negativer als auf Bundesebene mit plus 0,6 Prozent. Damit ist in Thüringen nach Sachsen-Anhalt der höchste relative Bevölkerungsrückgang unter allen Bundesländern zu erwarten», heißt es in der Studie.
Die einzelnen Regionen und Städte in Thüringen seien unterschiedlich betroffen. Als relativ stabil wird die Entwicklung in den kreisfreien Städten Erfurt, Jena und Weimar eingeschätzt. Nach der Prognose hat Thüringens Landeshauptstadt im Jahr 2040 knapp 215.000 Einwohner, Jena 109.000 und Weimar 64.000. Thüringens drittgrößte Stadt Gera würde 11,7 Prozent auf dann noch 81.400 Einwohner verlieren.