Thüringens Ärzte und Psychotherapeuten haben im vergangenen Jahr rund 35.500 Videosprechstunden abgehalten. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist die Zahl im Vergleich zu 2023 um 7.000 gestiegen. Allerdings hat der Umfang der Videosprechstunden das Niveau aus den Jahren der Corona-Pandemie bislang nicht wieder erreicht. Und gemessen an der Gesamtzahl der ambulanten Behandlungsfälle – mehr als 16 Millionen jährlich – handelt es sich weiterhin um ein Nischengeschäft. Im vierten Quartal 2024 etwa machten Videosprechstunden 0,2 Prozent der ambulanten Behandlungsfälle aus.
Videosprechstunden hätten sich als zwar als zusätzliches Angebot etabliert, so die KV. Der Großteil der Patienten bevorzuge aber den Weg in die Arztpraxis. «Der Goldstandard für die Patienten ist und bleibt der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt», schätzte der stellvertretende KV-Vorsitzende Thomas Schröter ein.