Mit Entwurmungsmittel gestrecktes Kokain oder überdosierte Ecstasy-Tabletten: Um Drogennotfällen in der Party-Szene vorzubeugen, bietet die Suchthilfe in Thüringen seit einigen Jahren sogenanntes Drug-Checking mobil vor Ort auf Festivals und Raves an. Die Untersuchungen in dem mobilen Labor können tatsächlich helfen, die Gefahren des Konsums zu mindern. Das ist ein Ergebnis der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts. Am Dienstag wurde der Abschlussbericht in Erfurt vorgestellt.
Partygänger seien eine schwer zu erreichende Zielgruppe, sagte Projekt-Koordinator Tim Hirschfeld. Mit dem Angebot etwa auf Festivals werde ihnen ein «ein niedrigschwelliger Zugang zur Suchtberatung» geboten, sagte Hirschfeld, der wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Charité Berlin ist. Daneben lieferten die Analysen der Substanzen aus der Szene Erkenntnisse über den Drogen-Schwarzmarkt.