Trotz erhöhter Zuschläge ist der selbst zu zahlende Anteil für Pflegebedürftige im Heim in Thüringen deutlich gestiegen. Zum 1. Juli waren im ersten Jahr im Heim 2.649 Euro pro Monat aus eigener Tasche fällig - 312 Euro mehr als Mitte 2023, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen ergab. Ab dem vierten Heimjahr stieg die Zuzahlung im Schnitt auf 1.681 Euro im Monat. Das waren 133 Euro mehr als zum 1. Juli 2023, wie aus den Daten hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
Höhere Zuschläge
Seit 2022 gibt es neben den Zahlungen der Pflegekasse auch Entlastungszuschläge, die mit einer Reform der Ampel-Koalition zum 1. Januar 2024 erhöht wurden. Der Eigenanteil für die reine Pflege wird damit im ersten Jahr im Heim um 15 statt zuvor 5 Prozent gedrückt, im zweiten um 30 statt 25 Prozent, im dritten um 50 statt 45 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 statt 70 Prozent. Hintergrund für den wachsenden Eigenanteil sind vor allem höhere Personalkosten für Pflegekräfte.
Ausgewertet wurden den Angaben zufolge Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Bundesländern. Zum Ersatzkassenverband gehören etwa die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK-Gesundheit.
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