Der Engpass bei Blutkonserven in Thüringen und Sachsen-Anhalt ist vorerst überwunden. «Es gab eine tolle Spendenbereitschaft und wir sind seit einigen Tagen wieder versorgungssicher», sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Roten Kreuzes. Alle Anfragen aus Kliniken könnten bedient werden. Es gebe aber noch etwas Sorge, ob Spender ihre geplanten Spenden für Februar und März vorgezogen hätten - und dann ein erneuter Mangel auftreten könne.
Mangel wie seit drei Jahren nicht
Im Januar hatte das Rote Kreuz dringend zu Blutspenden aufgerufen. Der Mangel sei so gravierend gewesen wie in den drei Jahren zuvor nicht, sagte der Sprecher. «In dem Stand, in dem wir waren, haben einige Krankenhäuser schon angefangen, Eingriffe zu schieben.»
Der Engpass habe mehrere Gründe gehabt: Zum einen hätten die Krankenhäuser deutlich mehr Konserven angefordert als üblich. Dazu sei die frühe Grippewelle im Dezember gekommen. Über die Weihnachtsfeiertage gebe es generell weniger Spender. Und mit Sturmtief Elli im Januar seien an einem Tag statt geplanten 2.700 Spendern nur 700 gekommen.