Die Bereitschaft zur Grippeschutzimpfung ist in Thüringen weiter gesunken, zugleich hat das Land in der Saison 2024/25 eine so heftige Grippewelle erlebt wie seit vielen Jahren nicht. Niedergelassene Ärzte verabreichten im vergangenen Jahr rund 361.000 Impfungen, wie die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen auf Anfrage mitteilte. 2023 hatten sich noch 394.000 Kassenpatienten immunisieren lassen, 2022 waren es 423.000 gewesen. In diesen Tagen nun laufen in den Arztpraxen die Schutzimpfungen für die bevorstehende Grippesaison an.
Die Erfahrungen der Vorsaison dürften sich nach Einschätzung des Thüringer Apothekerverbandes auf die Nachfrage nach Grippeimpfstoff in diesem Jahr auswirken. «Wir gehen davon aus, dass in diesem Jahr mehr bestellt wurde», sagte der Verbandsvorsitzende Stefan Fink auf Anfrage. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums wurden in der vergangenen Saison offiziell 18.648 Grippefälle und 73 Tote gemeldet, wobei 68 Gestorbene älter als 60 Jahre waren.