Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert angesichts der prekären Lage vieler Kliniken Soforthilfen von der Bundesregierung. «Bundesweit haben seit Anfang 2022 knapp 80 Standorte Insolvenz angemeldet. Manche überstehen das Verfahren, andere nicht. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Daher brauchen wir eine Soforthilfe», sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der «Rheinischen Post». 80 Prozent der Kliniken schreiben seinen Angaben nach rote Zahlen.
Gaß nannte vor Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Weimar die Summe von vier Milliarden Euro an Soforthilfen, um Kostensteigerungen seit 2022 aufzufangen. «Das muss die Koalition noch vor der Sommerpause auf den Weg bringen. Sonst gehen für die Bevölkerung wichtige Versorgungsangebote verloren», warnte der Verbandschef.