In Thüringen sind in der aktuellen Grippesaison bislang mehr als ein Dutzend Menschen nachweislich an einer Virusgrippe gestorben. Das Gesundheitsministerium in Erfurt nannte am Freitag die Zahl von 16 Menschen, bei denen seit Anfang Oktober eine Influenza unmittelbare Todesursache war. Bei weiteren drei Grippekranken führte eine Begleiterkrankung zum Tod. 17 Betroffene waren 60 Jahre oder älter, zwei zwischen 30 und 50 Jahre alt. 855 Menschen mussten im gleichen Zeitraum wegen einer schweren Virusgrippe in Krankenhäusern behandelt werden. Insgesamt wurden von Ärzten und Krankenhäusern in Thüringen seit Anfang Oktober 7750 Grippefälle gemeldet. Noch ist die aktuelle Grippewelle in Thüringen nicht vorbei, sie flaut aber weiter ab.
In der Woche bis zum 2. März ging die Zahl der gemeldeten wöchentlichen Fälle auf 538 zurück, wie das Ministerium unter Berufung auf Daten des Robert Koch-Instituts mitteilte. Damit setzt sich die seit Mitte Februar zu beobachtende Abwärtsentwicklung fort. In der Woche vor den Winterferien waren noch 1479 Grippefälle registriert worden, es war der bislang höchste Wert in der aktuellen Grippesaison.