Thüringens Krankenhäuser bekommen mehr Geld für Behandlungen - allerdings aus ihrer Sicht nicht genug. Der sogenannte Landesbasisfallwert wurde im Vergleich zum Vorjahr um etwa drei bis vier Prozent angehoben und beträgt nun 4.561,65 Euro, wie der Verband der Ersatzkassen (vdek) und die Landeskrankenhausgesellschaft mitteilten. Der Wert dient als Grundlage für die Berechnung von Fallpauschalen für Behandlungen in einer Klinik.
Krankenhäuser: Unterfinanzierung bleibt
Man habe sich auf die höchste gesetzlich mögliche Erhöhung geeinigt, sagte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Rainer Poniewaß. «Die Steigerung der Personal- und Sachkosten liegt deutlich darüber. Es bleibt dabei, dass die Krankenhäuser erheblich unterfinanziert sind.» Gut sei, dass sich die Krankenhäuser und die Kassen ohne Schiedsstelle geeinigt hätten.
Der Verband der Ersatzkassen spricht von einer Erhöhung des Basisfallwertes um 4,0 Prozent, die Landeskrankenhausgesellschaft von 3,2 Prozent. Sie beziehen sich dabei auf unterschiedliche Ausgangswerte. Laut vdek werden in diesem Jahr Ausgaben von rund 2,1 Milliarden Euro erwartet und damit rund 81 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.