Immer mehr Hausarztsitze bleiben in Thüringen unbesetzt. «Waren es zu Beginn 2024 noch 97 offene hausärztliche Vertragsarztsitze, registrieren wir aktuell schon 117 in Thüringen», teilte die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) mit. Die KVT fordert deshalb unter anderem die Erhöhung der sogenannten Landarztquote.
Der damalige Landtag beschloss die Landarztquote im Sommer vergangenen Jahres. Das Gesetz dafür sieht eine Vorabquote bei der Vergabe der Medizin-Studienplätze an der Friedrich-Schiller-Universität Jena vor. Bedingung ist, dass sich die Studierenden für mindestens zehn Jahre verpflichten, nach dem Studium als Haus- oder Zahnarzt in ländlichen Regionen zu praktizieren. Etwa sechs Prozent der Studienplätze sollen so vergeben werden, die Abinote soll bei diesem Kontingent nicht die entscheidende Rolle spielen.