Die Thüringer Kurorte sehen im Renteneintritt der Babyboomer-Generation eine große Chance. «Das ist eine Generation, die unterwegs sein will, fit ist und sich etwas gönnen möchte», sagte die Geschäftsführerin des Thüringer Heilbäderverbandes, Melanie Kornhaas, der Deutschen Presse-Agentur. Sinnvoll seien daher spezielle Gesundheitsangebote und eine passende Infrastruktur mit Thermalbädern, Wander- und Radwegen sowie Ladestationen für E-Bikes.
Spezialisierung notwendig
Eine im Auftrag des Verbandes erstellte Studie empfiehlt Kornhaas zufolge den 17 staatlich anerkannten Heilbädern und Kurorten zudem eine stärkere Spezialisierung. Beispielsweise habe das Solheilbad Bad Salzungen das Konzept einer Pneumo-Kur für Menschen mit der chronischen Lungenkrankheit COPD entwickelt, erklärte Kornhaas. Thüringens ältester Kurort Bad Liebenstein mit großen Rehabilitationskliniken konzentriere sich auf barrierefreie Angebote und setze verstärkt auf Kneipp-Therapien. Bad Sulza, gelegen im Saale-Unstrut-Weinanbaugebiet, wiederum spreche mit Weinzerstäubungen im historischen Gradierwerk auch ein jüngeres Publikum an.