Eine geplatzte Fruchtblase ist in vielen Filmen das Zeichen für eine kurz bevorstehende Geburt. Für eine Schwangere aus Sachsen hat der viel zu frühe Blasensprung allerdings zu einem wochenlangen Aufenthalt im Universitätsklinikum in Jena geführt, der aber als «absoluter Glücksfall» endete, wie Oberärztin Janine Zöllkau laut Mitteilung erklärte. Denn die Geburt konnte hinausgezögert werden - und die kleine Eva kam gesund zur Welt.
Die Fruchtblase der Frau war bereits in der 20. Schwangerschaftswoche geplatzt und somit lange vor dem errechneten Entbindungstermin und vor Einsetzen der Wehen. Gleich einem «Drahtseilakt» sei es dem Team der Klinik für Geburtsmedizin und dem Team der Sektion Neonatologie der Jenaer Kinderklinik aber gelungen, die Schwangerschaft aufrechtzuerhalten – und zwar 15 Wochen lang bis zur Geburt der kleinen Eva.
«In der 20. Woche wäre das Baby nicht lebensfähig gewesen», sagte Zöllkau, Oberärztin der Klinik für Geburtsmedizin. Mit den Maßnahmen zur Erhaltung der Schwangerschaft könnten in der Regel einige Tage bis Wochen an Zeit gewonnen werden. «Dass wir um 15 Wochen verlängern konnten, ist eine Seltenheit.»