Angesichts rückläufiger Geburtenzahlen geht Thüringen neue Wege, um landesweit eine qualitativ hochwertige Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen zu sichern. Dabei soll Telemedizin eine zentrale Rolle spielen, wie das Universitätsklinikum Jena und das Thüringer Gesundheitsministerium mitteilten. Am Uniklinikum wird dazu ein Netzwerk aufgebaut, das unter anderem eine telemedizinische Rufbereitschaft zwischen Geburtskliniken ermöglicht und die Weiterbildung von Geburtshelfern koordinieren soll. Das Land fördert den Aufbau des Netzwerks mit rund 1,4 Millionen Euro.
In Thüringen sind die Geburtenzahlen in den zurückliegenden Jahren massiv gesunken, nach Erhebungen des Statistischen Landesamts zwischen 1991 und 2024 um 35 Prozent. 2025 sank die Zahl der Neugeborenen mit rund 11.500 auf den laut Statistik bislang niedrigsten erfassten Wert. Die Statistiker hatten dies einerseits auf deutlich weniger Frauen im gebärfähigen Alter zurückgeführt, andererseits bekämen Frauen im Schnitt weniger Kinder.