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Telemedizin soll Qualität in der Geburtshilfe sichern

Telemedizin soll Qualität in der Geburtshilfe sichern
In Thüringen wird ein Geburtshilfe-Netzwerk aufgebaut, bei dem Telemedizin eine wichtige Rolle spielt. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Von: DieThüringer News
Je mehr Geburten in einer Klinik, desto höher die Versorgungsqualität dort, sagen Geburtshilfe-Experten. Doch gerade im ländlichen Raum gehen die Geburtenzahlen zurück. Was tun?

Angesichts rückläufiger Geburtenzahlen geht Thüringen neue Wege, um landesweit eine qualitativ hochwertige Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen zu sichern. Dabei soll Telemedizin eine zentrale Rolle spielen, wie das Universitätsklinikum Jena und das Thüringer Gesundheitsministerium mitteilten. Am Uniklinikum wird dazu ein Netzwerk aufgebaut, das unter anderem eine telemedizinische Rufbereitschaft zwischen Geburtskliniken ermöglicht und die Weiterbildung von Geburtshelfern koordinieren soll. Das Land fördert den Aufbau des Netzwerks mit rund 1,4 Millionen Euro.

In Thüringen sind die Geburtenzahlen in den zurückliegenden Jahren massiv gesunken, nach Erhebungen des Statistischen Landesamts zwischen 1991 und 2024 um 35 Prozent. 2025 sank die Zahl der Neugeborenen mit rund 11.500 auf den laut Statistik bislang niedrigsten erfassten Wert. Die Statistiker hatten dies einerseits auf deutlich weniger Frauen im gebärfähigen Alter zurückgeführt, andererseits bekämen Frauen im Schnitt weniger Kinder.

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Mehrere Geburtsstationen geschlossen

Diese Entwicklung führt auch dazu, dass manche Kliniken nur noch relativ wenige Geburten pro Jahr betreuen. 2024 lag die Spannbreite zwischen 223 und rund 1.300 Geburten pro Klinik, wie aus dem Landeskrankenhausplan hervorgeht. Zugleich hatten in den vergangenen Jahren mehrere Geburtsstationen dicht gemacht, unter anderem in Sonneberg, Greiz, Hildburghausen und Sömmerda.

Umso stärker stellt sich die Frage der Qualitätssicherung in der Versorgung Neu- und Frühgeborener, wie der Direktor der Jenaer Uniklinik für Geburtsmedizin, Ekkehard Schleußner, betonte. «Jede Schwangere und jedes in Thüringen geborene Kind soll auch in Zukunft eine Versorgung auf bestmöglichem Niveau erhalten können.» Das Telemedizin-Netzwerk soll bis Ende 2027 flächendeckend arbeiten.

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