Notaufnahmen und Rettungsdienst in Thüringen werden einer aktuellen Umfrage zufolge häufig auch dann in Anspruch genommen, wenn andere medizinische Versorgungsangebote ausreichen würden. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.
Demnach berichteten 35 Prozent der befragten Thüringerinnen und Thüringer, in den vergangenen drei Jahren außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten plötzlich gesundheitliche Beschwerden gehabt zu haben. Von diesen suchte mehr als ein Drittel (36 Prozent) direkt eine Notaufnahme auf. 17 Prozent alarmierten den Rettungsdienst. Etwa jeder Achte habe im Nachhinein die Behandlung in der Notaufnahme selbst nicht für nötig gehalten.
Deutlich seltener wurden hingegen ambulante Angebote genutzt: 20 Prozent wandten sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Nummer 116 117, acht Prozent suchten eine Bereitschaftspraxis auf. 14 Prozent warteten nach eigenen Angaben, bis die Arztpraxis wieder geöffnet hatte.