Logo DieThüringer News
Nachrichten / Gesundheit

Urban: Frauen im Gesundheitswesen benachteiligt

Urban: Frauen im Gesundheitswesen benachteiligt
Gesundheitswesen und medizinische Forschung sind zu wenig auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen ausgerichtet, kritisiert die SPD-Landtagsfraktion (Symbolfoto). / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Von: DieThüringer News
Übelkeit, Bauch- oder Rückenschmerzen - das können bei Frauen Symptome für einen Herzinfarkt sein. Ein Aktionstag macht darauf aufmerksam, dass Frauen gesundheitlich anders ticken als Männer.

Im Gesundheitssystem müssen frauenspezifische Besonderheiten bei Erkrankungen, Prävention und Gesundheitsaufklärung nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion stärker berücksichtigt werden. Frauen seien im Gesundheitssystem strukturell benachteiligt, erklärte die SPD-Abgeordnete Cornelia Urban. «Bis heute wird in der medizinischen Praxis oft so behandelt, geforscht und ausgebildet, als gäbe es nur den männlichen Körper.» Dabei zeigten Frauen etwa bei Herzinfarkten andere Symptome als Männer. Auch Medikamente können anders wirken. 

Zu viele frauenspezifische Erkrankungen würden nicht diagnostiziert oder gar nicht erst erforscht. Dazu gehörten etwa Endometriose – gutartige, oft schmerzhafte Gewebewucherungen außerhalb der Gebärmutter -, Migräne, Autoimmunerkrankungen oder Langzeitfolgen hormoneller Umstellungen. 

Urban, selbst niedergelassene Ärztin, forderte, geschlechtsspezifische Unterschiede systematisch in der medizinischen Ausbildung zu verankern, klinische Studien paritätisch zu besetzen und deren Ergebnisse differenziert auszuwerten.

Mehr aus dieser Kategorie

Urban äußerte sich anlässlich des Tages der Frauengesundheit am 28. Mai. An dem Aktionstag geht es um die besonderen gesundheitlichen und medizinischen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen.

Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieThüringer News
Artikel von

DieThüringer News

DieThüringer News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.