Der Patientenansturm auf Notaufnahmen der Krankenhäuser und auf den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte bleibt in Thüringen eine Herausforderung. Zunehmend spielen dabei nach Einschätzung von Klinikvertretern die Schließung einzelner Krankenhausstandorte und der Hausärztemangel eine Rolle. Nach Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung verzeichnen Kliniknotaufnahmen und KV-Bereitschaftsdienst im Freistaat jährlich insgesamt mehr als eine halbe Million Arzt-Patienten-Kontakte.
Nach einem deutlichen Rückgang in der Corona-Pandemie ist das Niveau von 2019 inzwischen wieder erreicht. Dominierte bis dahin die Inanspruchnahme des unter der Telefonnummer 116 117 erreichbaren Bereitschaftsdienstes, liegt der Schwerpunkt inzwischen auf den Kliniknotaufnahmen. Häufig werden sie von Patienten während der Sprechzeiten von Arztpraxen aufgesucht – wenn also eigentlich die Praxen zuständig wären.