Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen sind in Thüringen nach Angaben von Krankenkassen in diesem Jahr zurückgegangen. Bei der DAK sorgten Husten, Schnupfen, grippale Infekte, Influenza, Corona und Co. im ersten Halbjahr für 2,01 Krankheitstage je Beschäftigten, wie die Kasse mitteilte. In den ersten sechs Monaten 2025 waren es 2,6 Fehltage. Eine ähnliche Entwicklung beobachten Barmer und Techniker Krankenkasse (TK).
Die Barmer registrierte im ersten Halbjahr je Versicherten im Schnitt 2,1 Krankheitstage wegen Atemwegsinfekten. In den ersten sechs Monaten 2025 seien es 2,8 Tage gewesen, hieß es von der Kasse auf Anfrage. Nahezu identische Zahlen verzeichnete die TK. Hintergrund: 2025 hatte eine schwere Grippewelle für volle Arztpraxen und einen massiven Anstieg der Fehltage wegen Atemwegserkrankungen geführt. In diesem Jahr verlief die Grippesaison weniger heftig.
Das wirkte sich unterschiedlich auf den Krankenstand insgesamt aus. Er ging bei TK-versicherten Erwerbstätigen im Vergleichszeitraum von 5,9 auf 5,7 Prozent zurück, bei Barmer-Versicherten von 7,1 auf 6,3 Prozent. Die DAK meldete wiederum von Januar bis Ende Juni einen minimalen Anstieg auf 6,1 Prozent. Das bedeutet, dass an jedem Tag in diesem Zeitraum durchschnittlich 61 von 1.000 Beschäftigten krankheitsbedingt ausgefallen sind (2025: 60 von 1.000).