In Thüringen sind zwei Männer Opfer unterschiedlicher Betrugsmaschen geworden. Ein 75-jähriger aus Hermsdorf erstattete nach Polizeiangaben Anzeige, nachdem er über mehrere Jahre hinweg rund 225.000 Euro in eine angebliche Investmentfirma für Kryptowährungen investiert hatte. Die Täter versprachen ihm demnach eine massive Rendite: Aus dem investierten Betrag sollten 832.000 Euro werden. Als der Mann das versprochene Guthaben abrufen wollte, wurde er jedoch aufgefordert, zunächst weitere 12.000 Euro als Gebühr zu zahlen. Diese überwies er nicht – stattdessen schaltete er am Dienstag die Polizei ein.
In Erfurt wurde ein 87-Jähriger mit einer erfundenen Krankengeschichte um 14.000 Euro gebracht. Unbekannte gaben sich am Dienstagabend als Krankenhausmitarbeiter aus und behaupteten, seine Tochter sei schwer erkrankt und habe eine Krebsdiagnose erhalten. Für eine angeblich dringend notwendige Behandlung müsse ein Medikament aus der Schweiz im Wert von 100.000 Euro bestellt werden – dafür sei eine sofortige Anzahlung erforderlich. Der Mann gab daraufhin an, 14.000 Euro Bargeld im Haus zu haben. Kurz darauf erschien ein unbekannter Abholer vor dem Hauseingang des Seniors und nahm das Geld entgegen. Erst ein späterer Anruf bei seiner Tochter brachte die Wahrheit ans Licht.