In der Thüringer Justiz zeichnet sich ein weiteres Problem ab: Bei vielen Gerichtsgebäuden liegen die ersten Generalsanierungen bereits etwa 30 Jahre zurück. Die Bausubstanz der Häuser in den kommenden Jahren überhaupt in Schuss zu halten, wird nach Einschätzung des Justizministeriums deshalb eine Herausforderung werden.
Kein Geld für Sanierungen?
Wie hoch die Kosten dafür seien, das könne allerdings aktuell nicht gesagt werden, hieß es. Klar sei, dass der Sanierungsbedarf nach Dringlichkeit abgearbeitet werden müsse. Auch ob überhaupt genügend Geld dafür da sein wird, sei unklar: So sei nicht bekannt, ob und wie der Kostenrahmen in zukünftigen Haushaltsplänen abgebildet werden könne, hieß es. Gleichzeitig betonte das Ministerium, dass die Gerichte trotz der in die Jahre gekommenen Bausubstanz arbeitsfähig seien.
Neben der laufenden Generalsanierung des Stammgebäudes des Erfurter Landgerichts sollen bald etwa die Amtsgerichte in Greiz und Gera umfangreich modernisiert werden. Dabei geht es um etwa Brandschutz, Barrierefreiheit, Heizung und Dach. Die Kosten dafür werden jeweils auf etwa 20 Millionen Euro geschätzt.