Sie hatten internationale Verbindungen, ein logistisches Netzwerk, organisatorisches Talent und eine eigene professionelle Produktionsstätte. Doch tätig waren die Männer in der «falschen Branche», wie der Vorsitzende Richter Peter Andres in der Begründung zum Urteil im Prozess um ein großes Crystal-Meth-Drogenlabor in Erfurt sagte. Laut Experten war es damals das größte Labor für diese synthetische Droge in Deutschland.
Am Landgericht Erfurt angeklagt waren drei Männer im Alter von inzwischen 38, 42 und 45 Jahren. Verurteilt wurden sie jeweils zu Gesamtfreiheitsstrafen von 6 Jahren, 13 Jahren und 6 Monaten sowie 14 Jahren. Sie hatten sich im Prozess überwiegend und weitgehend geständig gezeigt.
Die Angeklagten haben sich laut Urteil unter anderem in mehreren Fällen des Handels mit Cannabis und mit anderen Drogen im großen Stil schuldig gemacht - beziehungsweise der Beihilfe dazu. Teils hätten sie als Bande agiert. Es ging um einen Zeitraum von etwa Mitte 2020 bis Februar 2022. In einer professionell eingerichteten großen Drogenküche in Erfurt sollen mindestens 40 Kilogramm Methamphetamin produziert worden seien - bekannt als Crystal Meth.