Nach einer mutmaßlichen Sexualstraftat in Bad Klosterlausnitz im Osten Thüringens ist ein flüchtiger Tatverdächtiger im Ausland gefasst worden. Der 30-Jährige sei über Frankfurt am Main, Belgien und Frankreich nach England geflüchtet, teilten die Staatsanwaltschaft Gera und die Polizeiinspektion Jena mit. Gegen den Mann lag demnach ein europäischer Haftbefehl vor, auf dessen Grundlage er gesucht wurde.
Die Suche nach dem Mann lief den Angaben nach unter dem Titel «Der Mann mit den 1000 Namen». Der Tatverdächtige sei in einem kleinen Ort in Südengland festgenommen worden. Nun werde die Auslieferung nach Deutschland vorbereitet.
Zweiter Tatverdächtiger aus U-Haft entlassen
Ausgangspunkt der Ermittlungen ist, dass eine 22-Jährige Ende Mai in Bad Klosterlausnitz teilweise unbekleidet aufgefunden worden war. Eine Zeugin hatte nach Angaben der Polizei bereits zu Beginn des Polizeieinsatzes von einer mutmaßlichen Sexualstraftat berichtet. Zunächst wurden vier Männer verdächtigt, der Verdacht gegen zwei von ihnen bestätigte sich jedoch kurze Zeit später nicht.
Gegen einen 29 Jahre alten Mann war ebenfalls ein Haftbefehl erlassen worden. Er kam in Untersuchungshaft. Zwischenzeitlich hätten Ermittlungen jedoch ergeben, dass der dringende Tatverdacht nicht aufrechterhalten werden kann. Deshalb sei der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben worden.
Weitere Angaben zu dem Fall machten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht. Die Ermittlungen dauerten nach wie vor an, hieß es.
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