Die Aufregung ist Thüringens obersten Karnevalisten anzuhören: Der Präsident des Landesverbands der Karnevalvereine, Christoph Matthes, spricht mal von «Bekloppten», mal von «Perversen». Gemeint sind Nutzer, die auf Online-Kleinanzeigen-Plattformen aus seiner Sicht unanständige Anfragen stellen, wenn dort Vereine und Aktive im Karneval etwa Funkenmariechen-Kostüme weiterverkaufen möchten. «Da sind welche, die fragen ernsthaft nach ungewaschenen Rüschenschlüpfern», so Matthes.
Solche oder schlimmere Anfragen kämen immer wieder vor. Auch deshalb setzt sein Verband auf eine eigene digitale «Narrenbörse», die derzeit noch im Aufbau ist. Dort sollen Mitgliedsvereine des Landesverbands und externe Dienstleister künftig Angebote und Anfragen veröffentlichen können.