Geteilt durch eine Mauer - und dann wieder vereint: Das kleine Dorf Mödlareuth lässt Weltgeschichte heute noch spürbar werden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht für das einst geteilte Dorf auch eine wichtige Bedeutung für die Zukunft. «Dieser Ort mahnt uns, das zu schützen und zu verteidigen, was wir bewahren wollen: unsere Freiheit und unsere Demokratie», sagte Steinmeier bei seinem Besuch in dem 52-Einwohner-Dorf direkt an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen.
An die Bewohnerinnen und Bewohner Mödlareuths gerichtet sagte Steinmeier: «Ihr Dorf wird weiterhin ein Symbol sein: nicht mehr nur für Trennung, sondern für die Kraft des Zusammenwachsens.» Der Ort lehre: «Mauern können Menschen voneinander trennen, aber sie können den Wunsch nach Freiheit nicht brechen. Auch die brutalste Diktatur hat auf Dauer keinen Bestand.»