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Geld für Narren

Geld für Narren
Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) nimmt zum Start in die närrische Saison am 11. November Vertreter der Faschingsvereine in Empfang. (Archivbild) / Foto: Michael Reichel/dpa
Der Empfang in der Staatskanzlei in Erfurt gehört zum Start der fünften Jahreszeit in Thüringen dazu. Dieses Mal winkt den Karnevalisten nicht nur die symbolische Machtübernahme.

Thüringens Narren dürfen sich zum Sessionsstart auf mehr als nur Späße freuen: Sie erhalten rund 84.000 Euro Fördermittel durch das Ehrenamtsgesetz. Einen symbolischen Scheck über einen Teilbetrag des Geldes sollen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) und der Ehrenamtsbeauftragte der Thüringer Staatskanzlei, Guntram Wothly, laut Mitteilung an Vertreter des Landesverbandes Thüringer Karnevalvereine (LTK) pünktlich am 11. November in Erfurt überreichen. 

Die Gelder sollen aber nicht für Narreteien ausgegeben werden: Sie werden laut Staatskanzlei etwa in die Nachwuchsarbeit, Kinderschutz, die Qualifizierung Ehrenamtlicher, die Digitalisierung der Vereinsarbeit sowie in modernere Technik gesteckt.

«Karneval gehört dazu»

«Karneval gehört zu Thüringen. Er steht für Lebensfreude, gelebte Tradition und die Fähigkeit, auch über sich selbst zu lachen», sagte Voigt laut Mitteilung der Staatskanzlei. «Vor allem aber steht er für Menschen, die mit viel Herzblut und Kreativität das Leben in ihren Städten und Dörfern bereichern. Hinter jedem Karnevalsverein stehen Ehrenamtliche, die das ganze Jahr über anpacken und Gemeinschaft möglich machen.»

Für LTK-Präsident Christoph Matthes und Wothly geht es nach dem Termin in der Staatskanzlei am 11.11. weiter, zu Rathausstürmen und Vereinsbesuchen. Dabei sollen auch die restlichen Fördermittel symbolisch an weitere Narren von neun Vereinen überreicht werden. 

Vor einem Jahr zählte der Landesverband der Thüringer Karnevalvereine etwa 30.000 Mitglieder in rund 330 Mitgliedsvereinen. Pro Session stellen die Thüringer Narren etwa 110 Umzüge auf die Beine.

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