Die mit Dichterfürst Goethe und der Kunstschule Bauhaus verbundene Klassik Stiftung Weimar legt in diesem Jahr ihren Fokus auf das vergangenen Jahrhundert. Im Superwahljahr wolle die zweitgrößte Kulturstiftung Deutschlands «einen Beitrag leisten mit bewusstem Blick in die Widersprüche des 20. Jahrhunderts», sagte Stiftungspräsidentin Ulrike Lorenz am Mittwoch in Weimar. Ein großer Baustein dafür ist die Jahresausstellung «Bauhaus und Nationalsozialismus» (9. Mai bis 15. September). In drei Teilen beleuchte die Schau sowohl im Bauhaus-Museum als auch im Museum Neues Weimar und dem Schiller-Museum erstmals die Verstrickungen der in Weimar gegründeten Kunstschule Bauhaus mit dem Nationalsozialismus nach 1933, hieß es.
In diesem Jahr stehen die Europawahlen an; dazu kommen in vielen Bundesländern Kommunalwahlen und in Brandenburg, Thüringen und Sachsen auch Landtagswahlen. Weimar ist nicht nur eng mit der Klassik-Epoche und dem Dichterfürsten Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) verbunden. Auch der Nationalsozialismus hinterließ Spuren. Etwas außerhalb der Stadt liegt das frühere NS-Konzentrationslager Buchenwald.