Thüringen will den Austausch insbesondere zwischen jungen Menschen aus Israel und dem Freistaat neu beleben. Jugend- und Kulturprogramme, Schulprojekte und Städtepartnerschaften sollten deshalb gezielt gestärkt werden, kündigte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) zur Eröffnung der Jüdisch-Israelischen Kulturtage an. Die Freundschaft zu Israel bleibe ein fester Bestandteil der Landespolitik. Sie stehe für historische Verantwortung und gemeinsame Werte.
«Wir dürfen nicht unterschätzen, wie gefährlich und anschlussfähig moderne Formen des Antisemitismus sind– oft getarnt als vermeintliche Israelkritik», erklärte Voigt. Hass und Ignoranz dürften in der Gesellschaft keinen Platz haben.
Das Festival gilt als wichtiges Forum für jüdische Kultur und den Dialog mit Israel. Bis zum 26. März sind mehr als 80 Veranstaltungen in 16 Städten und Gemeinden geplant – darunter Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Filmreihen und Diskussionsveranstaltungen. Angekündigt wurde bereits, dass aufgrund des Iran-Kriegs damit gerechnet werden müsse, dass Veranstaltungen mit Künstlerinnen und Künstlern aus Israel etwa wegen der kaum möglichen Anreise ausfallen könnten.