Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. und schlafender Barbarossa: Vor 130 Jahren, am 18. Juni 1896, wurde das Kyffhäuser-Denkmal eingeweiht. Zum Jubiläumsfest am Samstag zog es nach Schätzungen der Kyffhäuser-Stiftung rund 2.500 Besucher zum Denkmal unweit der Bundesstraße 85 zwischen Bad Frankenhausen (Thüringen) und Kelbra (Sachsen-Anhalt). Die Gäste konnten sich in Führungen und Vorträgen über die Entstehung des Denkmals informieren, das 1892 bis 1896 nach Plänen des Architekten Bruno Schmitz errichtet worden war.
Das monumentale Bauwerk mit dem 81 Meter hohen Turm gehört wie das Deutsche Eck in Koblenz oder das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig zu den großen sogenannten Nationaldenkmälern der Kaiserzeit, die das Kaiserreich und dessen militärische Stärke verherrlichen sollten. Die architektonische Ähnlichkeit mit dem Deutschen Eck in Koblenz und dem Völkerschlachtdenkmal ist kein Zufall – auch dafür lieferte der Architekt die Vorlagen.