Auf 400 Jahre Orient-Studien schaut die Forschungsbibliothek Gotha der Uni Erfurt in ihrer Jahresausstellung zurück. Gezeigt werden 48 Objekte, wie der wissenschaftliche Referent Feras Krimsti sagte. «Vor allem Handschriften sind zu sehen - wir haben in Gotha die drittgrößte Sammlung orientalischer Handschriften in Deutschland nach Berlin und München.» Etwa 3.500 Schriften zählen laut Bibliotheksübersicht dazu.
Für die Schau «Der Orient in Gotha» zeigt die Forschungsbibliothek ab Sonntag aber auch andere historische Kulturgegenstände aus den weiten Gebieten, die westliche Gelehrte einst als Orient zusammenfassten und damit das Osmanische Reich, die arabische Halbinsel und Ostafrika meinten. «Dazu zählen Proben sehr seltener Stoffe, die ein Naturforscher von einem Markt aus Istanbul mitgebracht und mit den lokalen Namen versehen hat», so Krimsti.