Hollywood steht voll im Rampenlicht, wenn dort am Sonntagabend (Ortszeit) der wichtigste Filmpreis der Welt verliehen wird. Doch kurz vor der Oscar-Gala wirken Sandra Hüller, Wim Wenders und Ilker Çatak noch völlig gelassen. Beim Empfang von German Films, der Auslandsvertretung des deutschen Films, ging es am Freitag (Ortszeit) in West Hollywood locker zu - leckere Häppchen, Umarmungen und strahlende Gesichter.
Von Nervosität vor dem großen Auftritt keine Spur. «Ich gehe mit einer großen Dankbarkeit rein. Ich glaube auch mit einer großen Ruhe», erzählt Hüller im dpa-Interview. Sie freue sich, dass fast das ganze Team von «Anatomie eines Falls» und auch von «The Zone of Interest» angereist sei - «und dass wir diesen Abend zusammen erleben und genießen dürfen». Beide Filme sind für jeweils fünf Oscars nominiert, auch in der Top-Sparte «Bester Film». «Das ist schon viel. Das ist schon anders als beim letzten Mal», sagt die 45-Jährige.
Ihre Oscar-Premiere feierte sie 2017 als Hauptdarstellerin in Maren Ades Komödien-Drama «Toni Erdmann», mit einer Nominierung in der Sparte «Internationaler Spielfilm», aber ohne Gewinn. Jetzt ist die in Leipzig lebende Hüller mit ihrer Hauptrolle in dem französischen Justizdrama «Anatomie eines Falls» als beste Hauptdarstellerin im Rennen. Dazu kommt eine Nebenrolle in «The Zone of Interest» als Ehefrau des KZ-Kommandanten Rudolf Höß (Christian Friedel).