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Rembrandt-Ausstellung in Gotha mit besonderem «Juwel»

Rembrandt-Ausstellung in Gotha mit besonderem «Juwel»
Rembrandt gilt als einer der niederländischen Meister schlechthin. In Gotha steht nun ein prägendes Jahr im Leben des Malers im Fokus. / Foto: Martin Schutt/dpa
Von: DieThüringer News
Warum eine Ausstellung genau ein Jahr im Leben des berühmten niederländischen Meisters in den Fokus nimmt - und warum es deshalb nach Jahrzehnten ein besonderes Wiedersehen in Gotha gibt.

Der niederländische Maler Rembrandt van Rijn (1606-1669) schaffte es, aus seinem Namen eine bekannte Marke zu machen - wie das gelang, will eine Ausstellung in Gotha zeigen. Dabei blickt die Schau im Herzoglichen Museum auf das «wohl prägendste Jahr im Leben» Rembrandts, wie die Friedenstein Stiftung mitteilte. «Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke» wird von Samstag (5. September) bis 6. Dezember präsentiert. 

Der Name Rembrandt habe bis heute nichts von seiner Strahlkraft verloren, sagte Kurator Timo Trümper: «Die Ausstellung führt mitten hinein in die Welt eines Künstlers, der mit Licht, Ausdruck und einer unverwechselbaren Handschrift die Kunstgeschichte geprägt hat. 

Stiftungsdirektor Tobias Pfeifer-Helke betonte die Bedeutung der Schau: «25 Leihgeber aus 7 Ländern haben uns ihre Schätze zur Verfügung gestellt, um diese exquisite Präsentation zu realisieren. So ist eine einmalige, auf das Jahr 1632 fokussierte Gemäldeschau entstanden, die Werke aus ganz unterschiedlichen Sammlungen der Welt zusammenbringt.»

Aber warum ausgerechnet 1632?

In diesem Jahr zog Rembrandt von Leiden nach Amsterdam, wo er sich der Werkstatt des Kunsthändlers Hendrik Uylenburgh anschloss. Neue Käuferkreise eröffneten sich für den Maler durch Auftragsarbeiten. Er wurde bekannter und signierte erstmals nur mit seinem Vornamen. «Die Marke "Rembrandt" war geboren», so die Einordnung seitens der Stiftung. 

Unter den 97 gezeigten Objekten sind 52 aus der eigenen Stiftungssammlung sowie 45 Leihgaben. Bei Letzteren findet sich aus Gothaer Perspektive auch eine absolute Besonderheit: ein jugendliches Selbstbildnis Rembrandts aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. 

Das Werk gehörte einst der Gothaer Kunstsammlung, war aber laut Stiftung als «vorübergehende Schutzmaßnahme» vor sowjetischen Trophäenbrigaden 1946 nach Coburg gebracht worden. Die Herzoglich Sachsen-Coburg und Gotha'schen Familienstiftung verkaufte es schließlich 1953 an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München. Mit der Leihgabe könne das Bild nach mehr als 80 Jahren erstmals wieder in Gotha gezeigt werden, so Pfeifer-Helke. «Es ist ein Juwel der Ausstellung.»

Für die Ausstellung arbeitet die Stiftung Friedenstein mit der Kultureinrichtung Hessen Kassel Heritage zusammen. Zuvor war die Schau schon in Schloss Wilhelmshöhe in Kassel zu sehen war.

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