Thüringen investiert weiter in das enteignete Schloss Reinhardsbrunn bei Friedrichroda und hat mögliche Nutzungskonzepte für die große, historische Anlage vorgelegt. Sie reichen von der Einrichtung eines Hotels, Gastronomie, eines Bildungs-, Ausstellungs- oder Tagungszentrums oder einem Mix aus verschiedenen Optionen. Potenzielle Investoren gebe es aber noch nicht, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei auf Anfrage. Die Vermarktung sei ein nächster Schritt.
Das Ensemble, das mit der Enteignung durch das Land vor dem Verfall bewahrt wurde, umfasst insgesamt neun Gebäude und einen 15 Hektar großen inneren Park. Allein die Nutzfläche in den Gebäuden betrage etwa 4500 Quadratmeter. Der Park soll öffentlich zugänglich bleiben. In der DDR waren Teile der Schlossanlage als Interhotel genutzt worden.
Nach Angaben von Kulturstaatssekretärin Tina Beer und Baustaatssekretärin Barbara Schönig sollen allein bis 2026 rund 13 Millionen Euro fließen, um die ehemalige Schlosskapelle zu sanieren und im kommenden Jahr als Veranstaltungsort zu nutzen, sowie die Parkanlage um den Mühlteich wieder herzustellen. Eingeschlossen sei eine denkmalpflegerische Rekonstruktion der Parkmauer. Ziel des Landes sei eine denkmalgerechte und für den Freistaat kostenneutralen Nutzung von Schloss und Park zu ermöglichen.