Der US-Beobachtungspunkt Point Alpha an der innerdeutschen Grenze galt einst als «der heißeste Ort im Kalten Krieg». Auf Wachtürmen standen sich Soldaten der Nato und des Warschauer Pakts direkt gegenüber. An diesem symbolträchtigen Ort an der heutigen Landesgrenze zwischen Hessen und Thüringen erinnern deutsche und US-amerikanische Politiker und Militärs bei einem Festakt an die Erfolge der Nato im Kalten Krieg und suchen angesichts der aktuellen Weltlage den Schulterschluss.
Die deutsche Wiedervereinigung und der Sieg des Westens im Kalten Krieg seien «der Triumph des Guten über das Böse» gewesen, sagte Ex-Colonel Clint Ancker, der letzte US-Befehlshaber des Stützpunktes, der am Freitag als Ehrengast zu der Zeremonie nach Osthessen gereist war. Die Nato-Streitkräfte, die einer massiven sowjetischen Armee die Stirn geboten hätten, seien «gut geführt, gut ausgebildet, gut ausgerüstet», entschlossen und kampfbereit gewesen, sagte Ancker. Für ihn sei die Nato das erfolgreichste Bündnis der Geschichte.