Die Vorweihnachtszeit ist Hochsaison für festliche Handwerkskunst in Wohnzimmern und auf Fensterbänken. Im Osten Deutschlands denken viele dabei vielleicht zuerst an Holzkunst aus dem Erzgebirge. Dabei hat eines der bekanntesten Motive seine Wurzeln vor allem in Thüringen.
«Das ist der Teil, wo ich meine Gäste aus dem Erzgebirge enttäuschen muss, dass der Nussknacker keine Erzgebirgserfindung ist», scherzt Roland Wozniak, der im Deutschen Spielzeugmuseum in Sonneberg über die Historie der bekannten Figur aufklärt. Demnach kam der hölzerne Nussbeißer - wie er ursprünglich genannt wurde - über Südtirol und das Berchtesgadener Land nach Südthüringen, zusammen mit maschinellen Fertigungstechniken wie dem Drechseln.