Was Goethes Mantel mit einem Tourismusprojekt zu tun hat
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) haben ein bedeutsames Gewand gen Italien geschickt: Die Kopie des historischen Reisemantels von Johann Wolfgang von Goethe soll ab Dezember in Rom zu sehen sein. Auch weitere Leihgaben der Klassik Stiftung Weimar sollen in der Ausstellung «Auf den Spuren von Goethes Italienischer Reise» der Casa die Goethe zu sehen sein, wie das Büro von Weimer mitteilte. Gleichzeitig werde die Ausstellung eine Station des neuen deutsch-italienischen Kulturwegs «Giro di Goethe». Dieser soll etwa kulturelle und touristische Angebote verbinden – entlang der Route, die Goethe für seine Italienreise 1786 bis 1788 nahm. Der Italienaufenthalt prägte Goethe, sein Reisebericht wiederum prägte das Italien-Bild in Deutschland. Mehrere zehntausend Kilometer soll Goethe in seinem Leben unterwegs gewesen sein. Im Gepäck: der blau-graue Wollmantel mit Schulterumhang. «240 Jahre nach Goethes Aufbruch nach Italien machen wir uns auf seinen Das Museum Casa di Goethe in Rom liegt an der Via del Corso, wo Goethe damals etwa mit Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein zusammenlebte. Tischbein malte in der Zeit auch das berühmte Porträt des Dichters «Goethe in der Campagna». Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWo «Goethe in der Campagna» entstand
Spuren auf den Weg: Mit dem "Giro di Goethe" wollen wir seine Italienische Reise zu einer lebendigen Kulturroute machen - von Verona über Venedig und Florenz bis nach Neapel und Sizilien», sagte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer laut Mitteilung in Weimar. Weimer und der italienische Kulturminister Alessandro Giuli hatten im Januar für das grenzüberschreitende Kultur- und Tourismusprojekt eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.