Zwei Wochen nach der Zalando-Entscheidung zur Schließung des Erfurter Logistikzentrums hat die Suche nach Perspektiven für die Beschäftigten und den Standort begonnen. Die Arbeitsagentur ist seit dieser Woche mit acht Vermittlern direkt in dem Unternehmen vertreten. Zunächst sollen nach Angaben der Regionaldirektion Fälle von Arbeitnehmern bearbeitet werden, bei denen in nächster Zeit befristete Arbeitsverhältnisse auslaufen.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wird der Kontakt zum ausländischen Eigentümer der riesige Logistikhalle gesucht, die Zalando nur gemietet hat. Dabei gehe es auch um eine künftige Nutzung und damit neue Arbeitsplätze. Der Internet-Modehändler will sein Logistikzentrum in Erfurt im September schließen. Davon betroffen sind nach Unternehmensangaben 2.700 Arbeitnehmer, darunter viele mit Migrationshintergrund. Hinzu kommen nach Betriebsratsangaben etwa 300 Arbeitsplätze bei Dienstleistern.