Wer in Deutschland eine logopädische Behandlung benötigt, muss mancherorts monatelang auf einen Therapieplatz warten oder wird von Praxen erst gar nicht aufgenommen. Grund dafür seien fehlende Logopädinnen und Logopäden, sagte die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie, Dagmar Karrasch, der Deutschen Presse-Agentur. Um die Versorgung langfristig zu sichern, seien unter anderem politische Reformen nötig. Der Berufs- und Fachverband kommt heute (Freitag) zu einem zweitägigen Kongress in Weimar zusammen.
Logopäden helfen bei Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckproblemen – sowohl bei Kindern, etwa bei Sprachentwicklungsstörungen und Stottern, als auch bei Erwachsenen, etwa bei Stimmstörungen oder neurologischen Erkrankungen. Sie zählen laut der Bundesagentur für Arbeit zu den sogenannten Engpassberufen. Nach aktuell verfügbaren Zahlen dauerte es demnach im Jahr 2024 im Schnitt 132 Tage, bis eine offene Stelle in der Logopädie oder Sprachtherapie besetzt werden konnte.