Das Aus des Erfurter Standorts des Online-Händlers Zalando sorgt bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zumindest für einen kleinen Mitgliederzuwachs. Seit das Unternehmen vor wenigen Wochen seine Schließungspläne öffentlich machte, habe es aus den Reihen der noch bei Zalando Beschäftigten etwa 50 Neueintritte in die Gewerkschaft gegeben. Das sagte der für den Handel verantwortliche Landesbezirksfachbereichsleiter von Verdi, Torsten Furgol, der Deutschen Presse-Agentur.
«Das sind hauptsächlich Kolleginnen und Kollegen, die sich mit Blick auf Rechtsschutz und Rechtsberatung in der aktuellen Situation schon mal Unterstützung organisieren», so Furgol. Gewerkschaftsmitglieder haben Anspruch auf einen für sie kostenfreien Rechtsschutz in Fragen des Arbeits- und Sozialrechts.
Gleichzeitig gab sich Furgol mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen zur Schaffung eines Sozialplans für die Beschäftigten selbstbewusst. Ziel von Verdi sei es, dafür zu sorgen, dass diese Standortschließung «für den Arbeitgeber so teuer wie möglich ausfällt und es für die Kolleginnen und Kollegen Abfindung gibt, die akzeptabel sind».