Die weitere Zukunft des enteigneten und stark sanierungsbedürftigen Schlosses Reinhardsbrunn ist nach wie vor ungewiss. Eine Entscheidung über die künftige Nutzung der Immobilie stehe weiterhin aus, hieß es aus dem Infrastrukturministerium. Ab diesem Jahr solle die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) im Auftrag des Freistaats aktiv auf potenzielle Investoren und Betreiber zugehen. «Vom Fürstensitz zum Bürgerschloss – das ist die Richtung, die wir für Schloss Reinhardsbrunn einschlagen», sagte Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW).
In einem öffentlichen Ideenwettbewerb waren 55 Arbeiten für die zukünftige Nutzung eingereicht worden. Vorgeschlagen wurden etwa ein Hotelbetrieb, eine Fortbildungsstätte, ein Gästehaus, Gastronomie und ein Ort für Veranstaltungen. Die im vergangenen Jahr eröffnete Schlosskapelle sei ein Muster für die künftige Nutzung des gesamten Areals, betonte der Minister. Die sanierte Kapelle steht bereits seit vergangenem September der Allgemeinheit unter anderem für Konzerte, Gottesdienste und Trauungen zur Verfügung.