Bundespräsident Steinmeier gedenkt am 9. November in Weimar an Opfer der NS-Verfolgung
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird das Vielstimmige Gedenken am 9. November in Weimar begleiten. Nach Angaben der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (GEDG) ist an 14 Stolpersteinen ein Gedenken an Opfer nationalsozialistischer Verfolgung geplant. Am Abend wird Steinmeier dann noch eine weitere Veranstaltung in Weimar besuchen: Der Bundespräsident eröffnet mit einer Rede im Deutschen Nationaltheater das 6. Weimarer Forum für Erinnerungskultur. Nach Angaben der GEDG läuft der Abend unter dem Titel «Die Zukunft der Erinnerung». Demnach diskutieren Persönlichkeiten aus Wissenschaft, politischer Bildung, Gedenkstättenarbeit und jüdischem Leben über die Herausforderungen einer demokratischen Erinnerungskultur. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 verwüsteten Nationalsozialisten etwa 7.500 jüdische Geschäfte und Einrichtungen in Deutschland. Sie zündeten einen Großteil der rund 1.200 Synagogen und Gebetshäuser an, demolierten jüdische Friedhöfe und stürmten Wohnungen. Historiker gehen von mehr als 1.300 Menschen aus, die infolge des Pogroms ums Leben kamen. Mehr als 30.000 Juden wurden in Konzentrationslager verschleppt. Der 9. November 1989 ist der Tag des Mauerfalls in der deutschen Geschichte. Bürgerproteste in der DDR führten zur Öffnung der Mauer und schließlich zur Deutschen Einheit 1990. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenErinnerung an Opfer des Pogroms der Nazis