Die FDP will trotz schlechter Umfragewerte bei der Landtagswahl wieder den Einzug ins Parlament schaffen. «Acht Prozent für Thüringen, das ist unser Ziel», sagte der Spitzenkandidat und Landesvorsitzende Thomas Kemmerich am Samstag in Erfurt. Bei einem außerordentlichen Parteitag ging es dort um das Wahlprogramm zur Landtagswahl am 1. September. «Unser Ziel bleibt: eine bürgerliche Regierung bilden mit CDU und SPD», so Kemmerich weiter. Koalitionen mit den Linken und den Grünen sowie dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schloss Kemmerich aus, genauso wie jegliche Zusammenarbeit mit der AfD.
Aber auch der Landesvorsitzende weiß um die schwierige Ausgangslage für die Liberalen und verwies selbst auf Umfragewerte, mit denen sie nicht über die Fünf-Prozent-Hürde in den Landtag kommen würden. «Ich weiß, dass es jetzt nicht so leicht wird, sich aus dem Tal der Tränen zu befreien, aber dafür sind wir ja heute auch hier», sagte Kemmerich dazu.
Eine Anfang Mai veröffentlichte repräsentative Insa-Erhebung im Auftrag der Funke-Medien Thüringen sah die FDP bei zwei Prozent. Schon bei der Landtagswahl 2019 schaffte die FDP nur knapp den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Zuletzt hatten die Liberalen im Landtag zudem ihren Fraktionsstatus verloren und bildeten nur noch eine parlamentarische Gruppe, da eine Abgeordnete aus der Partei ausgetreten war.