Für die Thüringer Freibäder und Badeseen wird der Spagat zwischen attraktiven Preisen und steigenden Kosten immer schwieriger. «Ziel ist es stets, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wirtschaftlichkeit und sozialer Teilhabe sicherzustellen», teilte Anja Tautenhahn, Sprecherin der Stadtwerke Jena, mit. Sie betreiben zwei Freibäder in der Stadt. Ähnlich formulieren auch die Sprecher der Bäder in Schmalkalden, Geraberg, Ilfeld, Weimar, Gera und Eisenberg die aktuellen Herausforderungen.
Viele der befragten Bäder mussten innerhalb der vergangenen fünf Jahre ihre Preise erhöhen. Die Gründe reichen von Einnahmeausfällen wegen der Corona-Lockdowns und verregneter Frühjahrsmonate über nötige Sanierungen bis hin zu steigenden Kosten für nötige Chemikalien und Strom. Vor allem eine Senkung der Stromkosten würde aus Sicht der Badbetreiber eine deutliche Entlastung bedeuten. Das sei aber bisher nicht absehbar.