Die Bundeswehr in Thüringen hat zu mehr Eigenvorsorge im Krisenfall gemahnt. Noch immer würden sich zu viele Menschen in Deutschland darauf verlassen, dass sich «schon irgendjemand» darum kümmern werde, dass zum Beispiel Strom immer verfügbar sei, sagte der Kommandeur des Landeskommandos Thüringen der Bundeswehr, Oberst Klaus Glaab, in Erfurt. Jeder müsse für sich und sein privates Umfeld überlegen, wie die persönliche kritische Infrastruktur für einen Krisenfall abgesichert werden könne. Bei alten und kranken Menschen könnten etwa medizinische Geräte wichtig sein.
«Ich möchte keine Angst verbreiten», sagte Glaab. Aber sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen müssten sich noch viel stärker fragen, wie sie zum Beispiel mit längeren Stromausfällen oder dem nicht nur kurzfristigen Ausfall von Telefon und Internet umgehen würden. Der Umgang mit kritischer Infrastruktur sei aus seiner Sicht der entscheidende Punkt für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. «Die kritische Infrastruktur ist das Rückgrat, das wir betrachten müssen», sagte Glaab.