Passt die am Tatort gefundene Hülse zur Waffe, die beim Verdächtigen entdeckt wurde? Hat der Täter die Pistole manipuliert? Solche Fragen kann die Kriminalpolizei mitunter dank der sogenannten Vergleichswaffensammlung beantworten. Rund 1700 Waffen und etwa 700 Stück Munition umfasst die Sammlung beim Thüringer Landeskriminalamt aktuell. Diese dienen der waffentechnischen Begutachtung und somit der kriminaltechnischen Untersuchungen, hieß es seitens des LKA auf Anfrage. Sie werde aber auch für Ausbildungszwecke genutzt.
Die Thüringer Sammlung sei im bundesweiten Vergleich eher klein. Das LKA könne aber über Kooperationen mit anderen Behörden indirekt auch größere Sammlungen nutzen. Wenn eine neue Waffe, oder neue Munition in die Sammlung aufgenommen wird, werde das dokumentiert. Für jedes Exponat gebe es die entsprechenden Nachweise, hieß es weiter. Da die Polizei nicht den Bestimmungen des Waffengesetzes unterliege, werde der Umgang mit der Sammlung über Dienstanweisungen und Erlasse geregelt.