Auch in Zeiten digitaler Werbetafeln hat die Litfaßsäule weiterhin ihren festen Platz im Stadtbild vieler Thüringer Kommunen. «Litfaßsäulen bieten eine lokale, zielgerichtete Werbemöglichkeit mit einem nostalgischen und authentischen Charme, der in über digitalisierten Zeiten besonders auffällt», fasst Sprecherin Anke Pfannstiel für die Stadt Mühlhausen zusammen. Sieben der insgesamt 17 Säulen in Mühlhausen stünden unter Denkmalschutz und seien erst 2023 renoviert worden. Unabhängig von «digitalen Algorithmen» werde ein breites Publikum angesprochen.
Auch die Stadt Gera will auf die aktuell zehn im Stadtgebiet verteilten Säulen nicht verzichten, wie Felix Eckerle vom Kulturamt sagt. «Sie fallen auch heute noch - oder besonders wieder - durch ihre Form auf und eignen sich somit bestens als Werbeträger.» Nach wie vor hätten sie eine zentrale Stellung als Teil des Offline-Werbeportfolios der Stadt. In der Stadt Gotha sind einer Sprecherin zufolge aktuell 38 Litfaßsäulen in Nutzung. Selbst in Städten wie Jena und Erfurt, die inzwischen zahlreiche digitale Großflächen im Betrieb haben, sind die Säulen bis heute wichtig.