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Millionen für Vereine aus EU-Mitteln

Millionen für Vereine aus EU-Mitteln
Mit dem Leader-Programm werden aus EU-Geldern Strukturen in ländlichen Regionen gefördert. (Symbolbild) / Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa
Von: DieThüringer News
Die EU wirkt für viele Menschen weit weg. Doch von europäischem Geld profitieren in Thüringen Vereine auf vielfältige Weise – unter anderem sind damit etwa Toiletten und Spielplätze saniert worden.

Zahlreiche Thüringer Vereine in den ländlichen Regionen haben in den vergangenen Jahren Geld der Europäischen Union bekommen. Seit 2023 seien insgesamt 330 Vereine, Gemeindehäuser und ähnliche soziale Strukturen oder Einrichtungen in 177 Orten über das sogenannte Leader-Programm der EU gefördert worden, heißt es in der Antwort des Thüringer Wirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linke-Fraktion im Landtag. Auf diese Weise seien etwa 7,6 Millionen Euro in den Freistaat geflossen. 

Von den damit möglichen Investitionen würden aber nicht nur die Menschen auf dem Land profitieren, schreibt das Ministerium in einer anderen Antwort an die Linke-Fraktion zu diesem Themenkomplex. Von diesen Förderungen hätten «potenziell alle Thüringer» etwas. Menschen, die in den größeren Städten leben, würden von attraktiven ländlichen Regionen etwa als Naherholungsgebiete profitieren. Grundsätzlich trage das Leader-Programm «in vielerlei Hinsicht zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse bei.» 

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Programm zur Förderung in ländlichen Regionen 

Beim Leader-Programm handelt es sich um ein Programm der EU, mit dem Strukturen in ländlichen Regionen gefördert werden. Es gehört schon seit mehreren Jahrzehnten zu den wichtigsten europäischen Förderprogrammen für Thüringen und andere ländliche Regionen in Deutschland, im Osten ebenso wie im Westen der Republik. Die aktuelle Förderperiode dieses Programms läuft seit 2023 und noch bis 2027. Damit können oft Ausgaben finanziert werden, für die die Akteure anderweitig kaum Geld hätten aufbringen können. 

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind die EU-Gelder in der laufenden Förderperiode für eine Vielzahl unterschiedlicher Sanierungen oder Anschaffungen genutzt worden - einige davon im vierstelligen, viele aber sogar im fünfstelligen Euro-Bereich. So wurde über das Programm etwa ein Zuschuss von etwa 2.100 Euro gewährt, damit ein Kleingartenverein in der Stadt Heringen/Helme im Landkreis Nordhausen das Dach einer Toilette sanieren konnte. In Großbreitenbach im Ilmkreis ist mit etwa 3.700 Euro eine Sitzgruppe an einem Feuerlöschteich gefördert worden. 

Auch Kommunen können Geld bekommen 

Deutlich größer waren etwa die Zuschüsse an zwei Vereine in Hildburghausen und Schmölln. In Hildburghausen wurden einem Verein 50.000 Euro bewilligt, damit dort ein Co-Working-Space entstehen kann. In Schmölln gab es aus dem Programm einen Zuschuss von fast 65.000 Euro zur Anschaffung eines Fahrstuhls. 

Auch manche Kommunen haben in der laufenden Förderperiode den Angaben nach Leader-Geld bekommen, um Angebote für die Menschen vor Ort verbessern zu können. Damit wurden Begegnungsstätten unterstützt, Spielplätze saniert oder Jugendclubs ausgebaut.

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