Bei der Lösung der drängendsten Probleme in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchtlinge in Suhl sieht der Oberbürgermeister der Stadt, André Knapp (CDU), erste Fortschritte. Seit das Innenministerium die Verantwortung für die Unterbringung von Flüchtlingen übernommen habe, gebe es «kein Hickhack» mehr in der Auseinandersetzung zwischen seiner Verwaltung und dem Thüringer Landesverwaltungsamt, sagte Knapp der Deutschen Presse-Agentur.
Schädlingsbefall und Brandfolgen
Als Beispiel nannte er Arbeiten, um bestimmte Teile der Erstaufnahmeeinrichtung wieder in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen. Hier seien die Verantwortlichen des Landes dabei, «das einfach umzusetzen». «Insofern kann ich sagen: Es sind deutliche Verbesserungen eingetreten», sagte Knapp.
Zugleich seien aber weitere Anstrengungen nötig, um die Lage der Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung und die Situation der Menschen in deren Nachbarschaft zu verbessern.
Die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl ist das größte Flüchtlingsheim Thüringens. Vor einigen Wochen wurden Teile der Anlage wegen Schädlingsbefall gesperrt. Später wurde wegen eines Brands eine ganze Etage in einem Wohnblock geräumt. Nach Angaben des Thüringer Landesverwaltungsamtes bleibt die betroffene Etage voraussichtlich bis nach Ostern unbewohnbar.