Ob Ratten, Tauben, Minks, Waschbären oder Tigermücken: In Thüringer Städten sorgt die Ausbreitung der unterschiedlichsten Tierarten für Handlungsbedarf. Während mancherorts eingeschleppte Arten eine Rolle spielen, sind es flächendeckend vor allem heimische Tiere, die für Ärger sorgen. «Die meisten Beschwerden kommen ganzjährig über Tauben», sagte Mandy Plickert von der Stadtverwaltung in Weimar. Auch in Jena und Mühlhausen sind die Vögel eines der Dauerthemen. Immer mehr Kommunen setzen auf betreute Taubenschläge, um die Populationen in den Griff zu bekommen - dennoch gibt es vielerorts nach wie vor Unmut über die Vögel.
Wegen ihrer verborgenen Lebensweise deutlich weniger präsent, beschäftigten vielerorts außerdem Ratten die Stadtverwaltungen. So sind die Nager etwa in Suhl, wo es einem Sprecher zufolge ansonsten keine Probleme mit Wildtieren gibt, die einzige Art, die regelmäßig bekämpft wird. Wie auch in Mühlhausen stellen dort professionelle Schädlingsbekämpfer den «Hygieneschädlingen» nach. Zudem gibt es in vielen Städten Bestimmungen zur Eindämmung. Dazu gehören verstärkte Hygiene und Sauberkeit gleichermaßen wie Vorschriften gegen das Füttern, weil etwa herumstehendes Katzenfutter auch für die Schadnager ein gefundenes Fressen ist.