Mit einem militärischen Appell ist unter anderem die Thüringer Heimatschutzkompanie der Bundeswehr feierlich in ihr neues Regiment aufgenommen worden – genau achtzig Jahre nach der Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands im Zweiten Weltkrieg. Der Kommandeur dieses Regiments, Oberst Siegfried Zeyer, betonte während der Zeremonie auf Schloss Ehrenstein in Ohrdruf (Landkreis Gotha) die besondere Symbolik dieses Tages.
Der 8. Mai bedeute eine doppelte Warnung, sagte Zeyer. «Zum einen darf von deutschem Boden oder mit deutscher Beteiligung nie mehr ein Krieg ausgehen.» Zum anderen sei aber auch alles dafür zu unternehmen, «damit Deutschland sich nicht einem militärischen Angriff ausgesetzt sieht, weil wir in unserer Verteidigung zu wenig getan haben». Immerhin hätten im Zweiten Weltkrieg die Alliierten zwar schließlich die Wehrmacht und ihre Verbündeten besiegen können. «Aber sie haben einen despotischen Autokraten nicht davor abgeschreckt, den Zweiten Weltkrieg zu beginnen», sagte Zeyer.