Um etwa Straßen oder Schulen instand zu setzen, haben Kommunen in Thüringen im vergangenen Jahr überdurchschnittlich viel Geld für Baumaßnahmen ausgegeben. Das geht aus einer aktuellen Befragung von Kämmereien im Auftrag der Förderbank KfW hervor. Demnach stiegen die Ausgaben für Baumaßnahmen im Freistaat um 7,6 Prozent - deutschlandweit war es ein Anstieg von 4,3 Prozent. Je Einwohner gerechnet gehöre der Freistaat allerdings mit 427 Euro trotzdem zu den Bundesländern mit unterdurchschnittlich hohen Bauausgaben.
Insgesamt waren die Ausgaben der Landkreise, Städte und Gemeinden in Thüringen demnach mit 6,3 Prozent überdurchschnittlich. Mit 4,2 Prozent lagen die Einnahmen in etwa im Bundesdurchschnitt.
Der Haushaltssaldo lag den Angaben nach hingegen in Thüringen bei 50 Euro je Einwohner - und damit besser als in Gesamtdeutschland. So sei Thüringen das einzige Bundesland, in dem die Kommunen einen Haushaltsüberschuss verzeichneten.