Der Thüringer Museumsverband warnt vor Kürzungen bei einem Ausbildungsprogramm für den Museumsbereich. Eine Abschaffung des Förderprogramms für entsprechende Volontariate würde vor allem kleinere Museen treffen, sagte Katja Rettig vom Thüringer Museumsverband. Größere könnten die Ausbildung vielleicht noch aus eigener Kraft stemmen. «Für alle anderen ist es schwierig.»
Landesregierung will Förderprogramm abschaffen
Der Haushaltsentwurf der Landesregierung sieht Kürzungen im bisherigen Förderprogramm für Volontariate im Museumsbereich vor. Nach Angaben des Museumsverbands gibt es die Förderung seit 2015, es handele sich um ein bundesweit einmaliges Modell zur qualifizierten Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs im Museumsbereich. Demnach trägt das Kulturministerium 50 Prozent der Personalkosten für die Volontariate, die übrigen Kosten bringen die Museumsträger aus. In jüngster Zeit habe auch eine wachsende Zahl kleinerer Häuser Interesse gezeigt, so der Verband.
Eine Sprecherin des Kulturministeriums teilte auf Anfrage mit, das Volontariatsprogramm werde angesichts «der schwierigen Haushaltslage» vorerst ausgesetzt. «Diese Einsparung fällt schwer, ist jedoch eine unvermeidliche Konsequenz der aktuellen finanziellen Situation», hieß es. Das Land bleibe aber bestrebt, die Fachkräftesicherung im Museumssektor durch alternative Ausbildungsformate zu gewährleisten.